Die Sache mit Instagram

Wer meine Socialmedia-aktivitäten so verfolgt mag es vielleicht bemerkt haben. In keinem meiner Tweets oder Beiträgen hier wurde jemals ein Instagramlink geteilt. Zumindest kein Eigener. Das hat einen einfachen Grund: Ich habe keine Account dort!  Und das obwohl es ja eigentlich mittlerweilen zum guten Ton gehört. JEDER hat einen Instagram Account! Genau so wie auch jeder Facebook und Whatsapp hat heutzutage. HOBBLA SCHORSCH! Facebook habe ich ja auch keines! Ich Wilder, ich! Wie auch immer. Andere Story. Jedenfalls wollte ich euch hier und heute mal meinen Zwist mit Instagram erläutern.

Dass das ganze Konstrukt zu Facebook gehört und die ja sowieso zur Achse des bösen gehören lassen wir dabei aussen vor. Ist heutzutage eh beinahe nicht mehr zu vermeiden. Es ist mir ehrlich auch egal. Gläsern bin ich so gesehen schon lange im Internet. Googlenow lässt grüssen! Mein “Problem” ist ganz ein anderes.

Ich bezeichne mich selber als mittelmässig ambitionierter Hobbyfotograf. Das kann jetzt auf einer Skala von “Was ist ein Foto?” bis zu “der unfuckingfassbar beste Fotograf der ganzen Welt”, jeder selber einordnen. Ich habe einfach einen gewissen Anspruch an meine Fotos. Völlig egal wem dem genügt und welchen Massstäben der entspricht. Ich investier jedenfalls Zeit, Herzblut und nicht zuletzt Geld in mein Hobby. Ich mache diese Fotos, bin zufrieden damit oder überhaupt nicht. Die besten davon kommen in meinem Falle auf Flickr und da verstauben dann ohne gross von irgendjemandem beachtet zu werden. Das ist völlig ok für mich. Sie müssen ja nur mir gefallen.

Jetzt sind da aber diese Instagramfreaks. Nichts gegen Leute die Instagram viel und häufig nutzen! Ist ja einfach nur eine Plattform um Bilder hochzuladen. Jeder was und wieviel er will. Aber da machen Leute ein Bild von einer Kaffeetasse und bekommen dafür dann 500 Likes. SUPI! Gratuliere. Am besten noch Dreissig Hashtags dran, dass auch jeder sieht, dass man eine Kaffeetasse fotografieren kann. (Sorry aber das kann ein zwei jähriger). Filter drüber und schon sind wir bei 1000 Likes.
Mir egal wenn Kaffeetasse Nummer 500000000000000000 dann sogar 12Mio Likes bekommt darum geht es mir nicht. Mein Problem ist es dass Instagram eben diese Beachtung bekommt die es bekommt! Und das ist nur mein ganz persönliches Problem.

Folgendes:

Ich habe ein Foto gemacht das mir vielleicht echt was bedeutet! Ein Bild was ich cool finde. Wofür man vielleicht sieben Mal morgens um vier aufgestanden ist. Wofür man vielleicht mal sogar etwas Anerkennung bekommen möchte. Bei aller Bescheidenheit mag man es ja doch immer wenn Arbeit die man gemacht hat Anerkennung bekommt. Zwei Leute finden mein Bild schön auf Flickr, 12 haben es sich angeschaut. Zwei tage später lade ich ein Bild was ich gerade von meinem Brotmessergemacht habe auf Instagram und 20 Leute finden das toll. Zwei Schreiben sogar noch einen Kommentar wie toll ich doch dieses Messer in Szene gesetzt habe! Ein Bild was man mal eben blind und ohne auch nur einmal darüber nachzudenken aufgenommen hat und via tastendruck auf Twitter veröffentlicht hat. Da kommst du dir als “mittelmässig ambitionierter Fotograf” doch verarscht vor!

Ich habe mir gestern tatsächlich einen Instagramaccount angelegt und habe mir vorgenommen da meine Bilder hochzuladen die ich mit meinem Handy aufgenommen habe und zu schade sind nur auf dem Handy zu verstauben. Ich werde dieses Socialmediainstrument also nutzen wie die meisten anderen auch. So wie das wohl angedacht ist dass man es nutzt! Aber ich komme mir vor als würde ich meine eigenen Prinzipien verraten! DAS IST MEIN PROBLEM! Also wenn ihr mich dort plötzlich nicht mehr findet bin ich damit wohl doch nicht mehr damit klargekommen.

Und bis dahin findet ihr mich unter https://www.instagram.com/klein_ivery/
(und schaut öfter mal auf www.flickr.com/photos/yvozuercher vorbei ;D)

Lg. Yvo

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Flickr

Ich möchte hier ein bisschen Werbung in eigener Sache betreiben. Ist immerhin mein Blog, also gestatte ich mir das jetzt mal. Ich habe hier in letzter Zeit nur sehr wenig geschrieben, von daher weiss ich zwar nicht was oder wieviel mir das am Ende wirklich bringt, aber sei es desshalb. Und der Stichpunkt für den “letzten veröffentlichten Eintrag” wandert wieder nach vorne.

Gab eine Zeit wo ich hier echt ganz fleissig und oft Fotos hochgeladen habe.Ich habe mit dem wieder aufgehört, weil es einfach suboptimal für mich ist. Möchte ich zum Beispiel einem intressierten oder einfach einem Freund / einer Freundin ein Bild zeigen, suche ich hier erstmal ein bisschen. Bei dem schlechten Internet was ich oft habe unterwegs, ist das alles andere als optimal.

Ich habe deshalb für meine Bilder auf Flickr gewechselt. Wen es also interessiert wo ich mich so rumtreibe und was ich so knipse darf also wirklich gerne mal auf www.flickr.com/photos/yvozuercher vorbeischauen. Die Freude an Sternen und Kommentaren ist mir auch da nicht vergangen. Sind bis anhin nämlich nicht mehr geworden 😀 Das war aber auch nicht die Hoffnung oder der Grund meine Fotos da hochzuladen.

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Also. wissta was zu tun ist ^^ –> www.flickr.com/photos/yvozuercher

Interview mit Thomas

Ist jetzt auch schon ein paar Wochen her das ich hier im Blog den Aufruf nach einem Fotografen der sich für ein Interview für meine Abschlussarbeit zur Verfügung stellt gestartet habe. Es hat sich auch wirklich jemand gemeldet –danke Sue- das allerdings erst nachdem ich mein Interview schon hatte. Thomas Leuthard seines Zeichen Street Photographer aus Luzern hat sich sofort dazu bereit erklärt mir meine Fragen zu beantworten. Entstanden ist sehr schnell ein sehr tief greifender Dialog der sich nicht nur um die Fotografie gedreht hat. Ich finde es immer noch sehr spannend mir die Antworten durch den Kopf gehen zu lassen. Ich habe bekommen was ich mir in meinen besten Vorstellungen nicht hätte ausmalen können für meine Abschlussarbeit. DANKE THOMAS FÜR DIESES HAMMER INTERVIEW! (und den nebenbei echt coolen Nachmittag)

Weil es einfach zu schade ist diese tollen Antworten einfach auf dem Computer und dann in meiner Abschlussarbeit versauern zu lassen, werde ich das hier jetzt einfach in vollem Umfang hochladen. Ich kann euch wirklich nur Raten das ganze mal durchzulesen. Man kommt schon auch ein bisschen ins Grübeln.

 

1. Wie hast du mit dem Fotografieren begonnen?

Das war mehr Zufall als geplant. Ich war im Jahre 2008 geschäftlich in Tel Aiv unterwegs und habe damals im Hotelzimmer beim durchblättern eines Computerheftchen diese Kameras gesehen und dachte das wär doch was für mich. Ich habe mir dann die billigste Kamera ausgewählt und mir die Nikon D40 gekauft, einfach aus reiner Neugier weil ich das mal versuchen wollte. Habe dann alles ein bisschen ausprobiert, habe auch einige Kurse besucht und habe dann aber gemerkt dass das nicht das ist was ich eigentlich möchte. Im Sommer 2008 war ich dann –auch wieder geschäftlich- in Peking bei den Olympischen Sommerspielen unterwegs wo ich dann eigentlich rein aus den Begebenheiten und meinen Beobachtungen mit diesen vielen verschiedenen Leuten den Grundstein zur Streetfotografie gelegt habe. Da liefen so viele verschiedene Leute herum und ich fand das so spannend das festzuhalten, dass ich bis heute zu 99% dabei geblieben bin.

 

2. Wie würdest du deinen Stil bezeichnen?

Wenn man drei Streetfotografen fragen würde wie sie diese Richtung beschreiben würden, würde man wahrscheinlich drei verschiedene Antworten bekommen. Für mich und somit auch meine Fotos sind meistens Schwarz/Weiss, sehr nah –manchmal vielleicht auch zu nah- und halten das Leben in seiner Realität in diesem einen Moment fest.

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3. Was schätzt du so an der Fotografie?

Die Herausforderung immer ein besseres Bild machen zu wollen. Ein Foto ist nie perfekt. Gerade auf der Strasse wo du eigentlich nichts selber in der Hand hast ausser deiner Kamera die du selber steuerst, wird nie alles genau perfekt sein. Und diese Sache, immer dich selber übertreffen zu können finde ich sehr spannend. Ich habe mal in einem Buch geschrieben das ich am letzten Tag meines Lebens mein perfektes Foto schiessen möchte weil ich dann weiss, du hast alles geschafft was du möchtest und ich kann jetzt beruhigt gehen. Würde ich dieses perfekte Foto heute schon machen würde für mich der Reiz an dem ganzen entfallen und ich müsste mir ein neues Hobby suchen. Ich könnte mich ja selber nicht mehr übertreffen und würde an Stelle treten. Genau dieses irgendwie Uferlose fasziniert mich sehr. Es wird NIE DAS perfekte Foto geben.

 

4. Wie viel Zeitdokument steckt in deinen Fotos?

Ich denke in meinen Bildern steckt mehr Zeitdokument je mehr man drüber nachdenkt. Letztens habe ich ein Bild von einem Jungen im Kinderwagen mit einem iPad in der Hand gemacht, das irgendein Spiel spielte wo es wohl einen Burger zusammenbauen konnte. Also das man das Kind in so jungem Alter eigentlich mit einerseits dem Feind jedes Ernährungswissenschaftler „infiziert“ und andererseits dann auch noch auf einem iPad statt es das selber in der Küche erfahren lassen. Ich könnte mir gut vorstellen das man in fünf, zehn vielleicht auch zwanzig Jahren mit solchen Bildern auch irgendwo durch sagen könnte das die Spuren zu zum Beispiel Übergewicht ja schon sehr früh gelegt wurden. Meine Bilder zeigen einfach die Wahrheit wie es ist und verfälschen nicht durch eine gestellte Szenerie. Wie viel Zeitdokument im Endeffekt darin steckt wird die Zeit zeigen.

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5. Findest du denn Fotografie ein geeignetes Mittel um eine der wohl komplexesten Menschlichen Erfindungen festzuhalten?

Wenn man die Zeit festhalten will muss man sehen was macht die Person, was trägt eine Person und wo befindet sie sich. Also wer denkt mit einem Portrait ein Zeitdokument zu schaffen lebt glaube ich illusorisch. Ich bin nach wie vor der Meinung das man mit einem Foto weit mehr sagen kann als mit einem Schriftdokument oder sogar einem Film in Bild und Ton. Aber es muss sicher eine Gesamtaufnahme sein und sollte sich nicht zu fest auf einen Punkt fixieren

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6. Gibt es einen Moment in deinem Leben, den du im Nachhinein vielleicht besser festgehalten hättest, die dich vielleicht sogar heute noch aufregen das du sie nicht gemacht hast?

Es gibt Momente die mich so fasziniert haben das ich quasi vergessen habe ein Foto zu machen. Bilder an die ich mich zum Teil bis heute erinnern kann. Ein Bild das Wurmt mich aber bis heute noch.

Da war ich in einer Kunstausstellung. Da hing ein Bild -zu 90% in Grün- das einen Menschen zeigt der auf einer art OP-Tisch lag. Alles in allem ein sehr surreales Bild. Vor diesem Bild stand ein Mädchen fast komplett in Grün angezogen Das dieses Bild fasziniert betrachtete. Ich habe diese Szenerie gesehen und ein Foto davon gemacht. Jetzt habe ich aber am Morgen zuvor bei einem Update vergessen einzustellen das es die Bilder in Farbe abspeichern soll. Ich schaue zuhause meine Ausbeute an und musste mit Schrecken feststellen das ich dieses super Bild gerade so gut nicht hätte machen können. In Schwarz/Weiss war dann natürlich die ganze Aussagekraft dahin. Das verfolgt mich bis heute noch ein bisschen und erzähle ich auch öfters bei meinen Workshops das man echt immer seine Einstellungen beachten soll.

 

7. Was treibt dich an und was inspiriert deine Fotografie?

Eigentlich ist das Leben meine Inspiration. Ich habe nicht eine Person von der ich sagen würde sowas will ich machen. Klar sehe ich oft ein Bild zum Beispiel in einem Modeheftchen und denke „sowas will ich auch machen“ aber das ist dann nicht Fotografen abhängig oder so, sondern dann inspiriert mich dieses Bild. An Inspirationsquellen mangelt es mir eigentlich nie. Wer mit offenen Augen durchs Leben läuft und sich eben auch inspirieren lässt wird da glaube ich nie Probleme haben. Gewisse Regelmässigkeiten oder Auffallende Details an einem hunz kommunen Gegenstand und schon wächst eine Idee heran. Die meisten Ideen zu neuen Bilder kommen mir eigentlich unter der Dusche. Oft irgendwo einen Gedankenfetzen aufgegabelt, zwischengespeichert und sein gelassen und dann unter der Dusche wo ich auch mal einfach nichts denken kann und der Kopf leer ist, dann kommen mir jeweils die besten Ideen. Und dann kann ich das auch meistens auch nicht einfach dabei belassen. Kreativität und eine Idee verflüchtigen sich sehr schnell. Ich muss das dann wirklich umsetzen oder umzusetzen versuchen, sonst wird mich das nicht in Ruhe lassen und ich kann den Kopf nicht frei kriegen.

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8. Wie oft gibt es diese Momente in denen du deine Kamera einfach in die Ecke schmeissen willst und von dem ganzen zumindest Zeitweise nichts mehr wissen willst? Gibt es das überhaupt?

Die gibt es. Ich habe oft so Phasen wo mir alles einfach keinen Spass mehr macht. Das sind dann Zeiten wo ich für mich einen Schnitt mache und einfach einen radikalen Schritt gehe. Ich habe gerade vor ein paar Wochen meinen Facebookaccount deaktiviert. Ich musste einfach was machen, es musste was geschehen. Gerade nach Reisen wo man dann Tage oder Wochen nicht viel anderes gemacht hat dann kotzt es mich manchmal einfach an und ich rühre meine Kamera Tage lang nicht mehr an. Ich muss echt sagen, ich habe schon ein paar Mal ans aufhören gedacht. Ich muss dann jeweils was anderes machen. Langzeitbelichtungen –was ich auch sehr gerne mache- hilft mir zum Beispiel sehr. Einfach mal zu sehen wie wenig Bildausbeute es in einem sehr grossen Zeitrahmen geben kann. Also in einem Zeitrahmen von 4h bekomme ich sonst vielleicht 10 Gute Bilder, stand ich letztes mal am See und habe gerade mal eines mit dem ich wirklich zufrieden bin. Einfach weil man halt warten muss, die Einstellungen immer wieder aufs neue anpasst und es dann vielleicht auf Grund einer Lichtveränderung trotzdem nichts wird. Sich das mal wieder vor Augen zu führen, den Kopf wieder frei zu kriegen, das Hilft echt. Die Motivation ist bei mir erstaunlicherweise noch jedes Mal zurückgekommen.

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9. Zeiten ändern sich. Wie hat sich deine Fotografie entwickelt?

Das was ich vorher erzählt habe von wegen den Moment realitätsgetreu festhalten ist eigentlich der zentrale Punkt des Wandels den ich momentan durchmache. Ich möchte nicht mehr den Menschen als grosses Fragezeichen im Raume stehen lassen. Ich will das meine Bilder eine Geschichte erzählen. Also mal etwas von dieser extremen Nähe abweichen, die Person im Kontext zeigen. Man soll etwas über jemanden erfahren oder zumindest meinen zu erfahren und nicht einfach nur ein Bild konsumieren was so ziemlich alles sagen kann. Und was ich auch immer mehr versuche, ist den Menschen in Zusammenhang mit seiner Umgebung zu bringen. Also zum Beispiel wenn Farben von Kleidern und Hintergrund gleich sind, das in einen Kontext zu stellen oder mit Formen zu spielen –auch wieder von Mensch zu seiner Umgebung- und diese Darzustellen

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10. Du kannst deine Fotos weder planen noch vorausschauen. Kannst du sie erzwingen?

Es ist schon so das mir manchmal eine Idee kommt und ich dann muss so schnell als möglich dahin muss und da dann auch warte bis ich dieses Foto habe. Wenn es dann nicht klappt wie ich mir das vorstelle, komme ich auch an diesen Ort zurück bis es eben klappt. Es ist aber auch so, dass ich heute mal auf ein Bild verzichten kann. Ich bin dadurch auch etwas ruhiger geworden und kann mittlerweile mal auf ein Bild verzichten. Also wenn mich die Inspiration wie meistens dann draussen auf der Strasse überfällt und ich was sehe, wäre ich früher noch jeder Person nachgerannt um es irgendwie festzuhalten. Heute kann ich auch mal sagen ok lassen wir die Person jetzt in Ruhe, es kommt auch ein nächstes Bild. Also wirklich erzwingen kann man es nicht, muss aber auch sagen, man hat es gar nicht nötig. Die nächste Gelegenheit kommt auf jeden Fall. Dann ein anderes Bild.

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11. Learning by Doing oder wissen anlesen und beibringen lassen? Was würdest du einer Person raten die neu mit dem Fotografieren beginnen will?

Ich glaube es ist super einen Kurs zu besuchen um die Grundlagen zu erlernen. Es kann einem sehr helfen seine Kamera kennenzulernen. Ich vergleiche es mal mit einem Zimmermann. Du bekommst einen Hammer. In einem Grundkurs kann dir super beigebracht werden wie du diesen Hammer bedienen musst. Aber das know how eine ganze Hütte aus Holz zu bauen hast du deshalb noch lange nicht. Das kann dir nur die Praxis beibringen. Gerade da wo so viele eigene Ideen und Inspiration zusammenspielt, kann dir das kein Mensch dieser Welt beibringen wie du das vereinen kannst. Das muss man einfach selber erlernen und seine Persönliche Linie finden ein Bild interessant gestalten. Und einen Schuss an Begabung und Talent ist auch nie fehl am Platz. Aber eindeutig, die Kamera muss man im Schlaf beherrschen sonst kann das nicht klappen.

 

12. Du bist Fotograf, hast Bücher geschrieben und führst Workshops. Drei völlig verschiedene Rollen. Welche steht dir davon am besten? Eher der Unauffällige mit der Kamera auf der Strasse oder doch der Vermittler und in Anführungszeichen Unterhalter einer Gruppe?

Ich könnte mich nicht festlegen. Es macht mir alles Spass, aber ich brauche die Abwechslung. Wenn ich immer nur das Selbe machen müsste würde mir langweilig werden. Wenn ich immer nur fotografieren müsste würde es mir sehr schnell ablöschen. Wenn ich immer nur Bücher schreiben müsste, hätte ich schnell keinen Spass mehr daran. Ich gehe mit all dem auf ein Thema ein aber auf Grundverschiedene Arten und das finde ich spannend. Sobald es dann zu viel wird schmeisse ich aber auch schnell wieder hin und dann interessiert es mich nicht mehr.

 

13. Wieso hast du dich für die Fotgrafie auf der Strasse und nicht im Studio? Reizt dich das nicht?

Weil es gestellt ist und ich mag keine gestellten Bilder. Jedes Bild auf in jeder Modezeitschrift in jedem Magazin ist gestellt. Es herrsch eine akute Übersättigung an gestellten Bildern. Ich möchte den Menschen so festhalten wie er ist. So wie es jetzt gerade ist. Klar gibt es Fotomodels die sehr gut schauspielern können so das es echt aussieht aber dann sieht man irgend einen Prominenten und es sieht einfach brutal künstlich aus. Ich würde so ein Produkt nie kaufen. Es ist viel zu schwierig Emotionen nachzustellen und es gibt nichts schöneres als wahre Emotionen zu sehen. Das sind einfach Sachen die man nicht nachstellen kann. Jedes Lachen was nicht einem Grund entspringt wird immer sofort erkennbar sein. Ich will das nicht.

Ich lese zum Beispiel auch keine Romane. Nur Sachbücher. Weil ich diese Fiktion einfach überhaupt nicht mag. Ich will das Leben live!

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14. Zeit Mangelware oder eine Frage der Einteilung?

Frage der Einteilung.

Es ist eine reine Frage der Priorisierung. Jeder der sagt er hätte keine Zeit hat einfach die Prioritäten falsch gesetzt. Ich habe so ziemlich alles was mich ablenkt von meiner Fotografie, alles was mich nicht irgendwie weiterbringt aus meinem Leben gestrichen. Ich arbeite nur noch 90% und bin dabei weiter zu reduzieren. Ich habe meine Wohnung auf das nötigste reduziert alles so weit es geht minimalisiert. Ich versuche momentan möglichst wenig zu machen, das dann dafür umso intensiver zu leben. Man muss nicht überall dabei sein und alles mitmachen. Es nützt mir nichts wenn ich an tausend Sachen dabei bin. Lieber bin ich bei ein vielleicht zwei Sachen dabei, aber da dann dafür richtig mit vollem Einsatz. Klar, alles neben dem Job wo ich versuche das nötigste zu Leisten damit der Chef zufrieden ist und mein Lohn ende Monat gerechtfertigt ist. Man muss sich fokussieren können. Man sollte sich theoretisch eine Liste machen mit je „was mache ich gut“ und einer mit dem „was ich gerne mache“ und das was auf beiden listen vorkommt weiterhin ausführen und den ganzen Rest streichen! Das wäre konsequent und effektiv! Weil der Entscheid was ich mache und was nicht, ob Familie oder nicht, diese ganzen Entscheide liegen bei mir. Was einem nicht passt, ändern! Es obliegt jedem selbst. Man muss einfach damit leben können. Mit allen Konsequenzen die so ein Entscheid mit sich führt. Aber man muss sich halt fragen was einem mehr Wert ist. Ein gut bezahlter Job und jeden Abend unzufrieden nach Hause kommen oder halt etwas weniger Geld und dafür ein Lachen im Gesicht. Muss jeder für sich selber Wissen. Lieber Glücklich sein mit weniger Geld als unglücklich mit allem.

Wenn ich hier in Zürich durch die Bahnhofsstrasse laufe sehe ich viel weniger Lachende Gesichter als irgendwo in Mumbai. Ich glaube es liegt daran das die Leute einfach viel weniger Zeit für Sachen verschwenden die gar nicht wichtig sind.

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Leider hat Thomas einfach viel zu viele ganz ganz tolle Bilder. Wenn euch diese hier gefallen schaut ihr am besten mal HIER vorbei. da sind noch fast unzählige weitere. Einfach mal vorbeischauen, inspirieren und wirken lassen. Kann ich nur empfehlen.

 

Lg. Yvo

Fotograf für Interview gesucht

Hey Leute. Ich melde mich wieder mal aus der Versenkung. Dieses mal mit einer “Bitte”. Ich bin im 4. Lehrjahr und somit kurz vor meinem Lehrabschluss zu welchem auch eine Vertiefungsarbeit gehört. Das Oberthema dieses Jahr ist “Zeit/Zeiten” zu welchem jeder seine persönliche Arbeit verfassen soll. Ich habe mich ziemlich schnell an einem Gedanken festgenagelt. Etwas mit Fotografie sollte es sein.

Wohl der grösste Teil nimmt jetzt ein Thema X und beschreibt deren Entwicklung so im Sinne von “Gestern, Heute, Morgen”. Etwas was ich auf keinen Fall will. Ich will mich abheben. Mir schwebt eine Fotoarbeit vor, wohl im Rahmen eines kleinen Büchleins mit jeweils einer Seite mit dem Foto und die andere Seite mit den verschiedenen Technischen angaben, was ich mir zu dem Bild gedacht habe, wie es das Thema aufgreifen soll, vielleicht gewisse Schwierigkeiten die ich hatte. Solche Sachen. Was genau ich alles machen will weiss ich selber noch nicht so genau. Ich werde mich von der Inspiration treiben lassen. Sowohl technische Kniffe und Tricks wie zum Beispiel Langzeitbelichtung sollen mir dabei als Mittel zum Zweck dienen als auch zum Beispiel ganz “einfach” eine Uhr irgendwie passend abzulichten um diesen doch sehr relativen Begriff “Zeit” aufzugreifen und auf einem Stück Papier festzuhalten.

fotograf gesuchtIhr seht ein Grundgedanke ist vorhanden –ich hoffe ihr versteht was mir vorschwebt- aber leider steckt noch alles sehr in den Kinderschuhen. Sicher ist jedoch das ich ein Interview mit abliefern muss. Und da stehe ich momentan etwas an. Ich sollte so bald als möglich einen Kontakt bei meinem Lehrer angeben können. Das Interview muss dann noch nicht gemacht sein, aber ich muss einen Kontakt haben.

 

Ich suche also einen Fotografen, eine Fotografin (unter umständen wenn es sich tatsächlich ergeben sollte auch gerne Mehrere) der/die sich irgendwie mit dem Thema Zeit genauer auseinandergesetzt hat, deren Arbeiten sich grob um dieses Thema dreht oder sich einfach schon öfters in diese Richtung orientiert hat und sich zu einem Interview bereit erklären würde.

Ich weiss, das ist jetzt alles nicht ganz einfach weil aus dem hier Beschriebenen kein klares Anforderungsprofil von dem mir gesuchten herauszufinden ist. Aber ich bitte euch, wenn ihr das gefühl habt ihr könnt mir ein paar Fragen beantworten dann meldet euch doch. Ich wäre euch wirklich mega dankbar.  Ob ihr das nun hobbymässig oder professionell betreibt ist mir dabei völlig egal. Ich denke es wäre sogar spannend Meinungen von Leute aus beiden Sparten zu haben und diese einander gegenüber zu stellen und zu vergleichen.

Also nochmal. Bitte meldet euch oder verteilt diese Bitte weiter an Leute von denen ihr denkt könnten mir helfen. Schonmal Tausend Dank im Voraus. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Vielleicht werden es auch ein paar Bilder hier in den Blog schaffen.

 

Lg. Yvo

Verregnetes Zürich

Genau das was ich eigentlich nicht wollte tritt nun wohl doch so langsam aber sicher ein. Ich wollte den Blog nicht zum Fotoblog verkommen lassen, aber in meinen Gerhirnwindungen tut sich momentan so nichts! Also vorerst mal halt doch mehr Fotoblog statt anderem zeugs. Naja.. Wat solls.

Am Donnerstag noch war hier traumhaftes Wetter. 12 Grad, keine Wolke weit und breit, stahlender Sonnenschein. Ein Tag wie aus dem Bilderbuche. Freitag dann das genaue gegenteil. Grau, regnerisch, windig und kalt. Gut es ist Anfang Februar was willst du erwarten. Aber trotzdem mehr scheisse denn was anderm. Ich hatte aber Lust zum Fotografieren habe mir also Kamera, Stativ und Schirm geschnappt und bin richtung Zürich losgezogen. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Es war echt schön wieder mal drauf loszuknipsen. Und auch wenn das bei dem Wetter eher mühsam ist, hats Spass gemacht und mit den Fotos bin ich auch sehr zufrieden.

Regen muss also nicht immer schlecht sein. Man muss es nur schaffen den inneren Schweinehund zu überwinden.

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Lg. Yvo

Rainy Day

Ich war gestern mal wieder Fotografisch tätig. Es hat geregnet und ich musste mich ganz schön überwinden meinen Arsch hochzukriegen. Es hat sich aber sowas von gelohnt! Ganz spezielle Stimmung und das grosse ganze hat iwie genau meinen Kreativitätssektor angesprochen. Ich in den Zug ne Stunde nach Rappi an den Seedamm und ein wenig rumgeknipst.

So hätte ich das gerne, es ist aber leider nur die halbe Wahrheit. Ich war nämlich nur auf der Durchreise und hatte in Rapperswil lediglich ne halbe Stunde eingeplant. Angedacht war schon das ich etwas Fotografieren gehe aber das alles so genial Stimmen würde mit dem Licht den Wolken meiner Stimmung und so hätte ich nicht gedacht. So kam es halt das ich echt nur 30 Minuten Zeit hatte und ich zurück auf den Zug rennen musste um noch pünktlich nach Glarus zu kommen. Fand es echt schade das ich da nicht länger verweilen konnte. Vielleicht aber auch gerade richtig um das möglichste in kurzer Zeit zu schaffen. Quadratisch, eckisch, praktisch –dachte ich mir- will ich nicht, von den Fotos gibt es nämlich schon genug. Ich habe also versucht den Fokus mal etwas anders zu richten, noch viel mehr mit dem Licht zu spielen und die extreme voll ausloten. Das Ambiente war perfekt dafür. Und ich muss sagen ich bin echt zufrieden. Ich glaube die Bilder laden zum verweilen ein und je länger man sie betrachtet desto mehr Details fallen ins Auge. Manches wird erst im zweiten Moment sichtbar und bei anderem tun sich je nach dem aus mal ganz andere perspektiven auf.

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Lg. Yvo

Fotos Modekollektion

Vielleicht Fotografieren bald zum Beruf mach? NIIIIIIIIECHT! Smiley mit geöffnetem Mund Würde mir nicht im Traum einfallen! Soll Hobby bleiben. Ich will fotografieren wann ich will wo ich will und was ich will und wenns mal nichts wird, formatieren wir halt mal eben die Speicherkarte wat solls. Ich muss ja nich liefern. So habe ich das bisher gehandhabt und so werde ich das auch weiterhin handhaben. Letztens wurde ich aber von Alhina angefragt ob ich nicht Bilder für ihre Maturarbeit machen könne. Diese Maturarbeit beinhaltet (ich hoffe ich gebe das jetzt richtig wieder) eine komplete Modekollektion mit samt Fotobuch. Yvo also als Modefotograf. Naja.. Nich gerade mein Metier. Aber sie scheint wohl vollstes Vertrauen in mein “können” zu haben, ich solle das machen das wird schon. Ist die frage ob sie keinen anderen findet oder ob sie wirklich so begeistert von meinen Bildern ist. Zwinkerndes Smiley Dieser Blog heisst aber nicht umsonst ICH UND MEIN EGO von daher sind meine Bilder einfach so Affenscharf das wohl NUR ich in frage kommen kann ;D Oder Alhina? Jaja.. logisch!

Freundlicherweise habe ich die Erlaubnis bekommen die Bilder hier zu publizieren. Da das jetzt erst die erste von noch so einigen Ladungen Klamotten war werden wohl noch so manch weitere Bilder Folgen. Nicht das ihr euch dann sorgen macht. Ich werde mich keiner Geschlechts angleichenden Operation unterziehen xD. Werde aber wohl aus ICH UND MEIN EGO, ICH MEIN EGO UND FRIENDS machen müssen. Oder so. (Wohl eher nicht!)

Was meint ihr zu den Bildern? Wie gesagt ich hatte bisher nicht all zu viel mit Peoplefotografie am Hut und es fehlt mir daher auch an jeglicher technischen Ausrüstung. Alle Bilder sind mit der D90, einem Nikkor 35mm 1.8 bei Nacht und jediglich mit vorhandenen Lichtquellen und dem in die Kamera integrierten Blitz gemacht worden. Unter Beachtung dieser Kriterien bin ich echt ganz zufrieden mit meiner Leistung. Was meint ihr?3

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Lg, Yvo